Deutsch
|
English

Standortsicherungskonzept in Betrieb nehmen

Schlüsselverwaltung

eTASK Chili
Schlüsselverwaltung
BIM
eTASK Neon
Facility Manager
Sachbearbeiter

Überblick

Das Standortsicherungskonzept ermöglicht die systematische Planung und Visualisierung der Sicherheit über alle Räume und Außenbereiche eines Standorts hinweg. Durch die Klassifizierung von Räumen und Flächen in Sicherheitszonen wird der Schutzbedarf definiert und kritische Übergänge zwischen Bereichen unterschiedlicher Schutzlevels werden sichtbar.

Diese Anleitung führt Sie durch die Einrichtung von der Definition der Sicherheitszonen über die Raum- und Außenbereichsklassifizierung bis zur farblichen Visualisierung des Sicherheitskonzepts.

Schritt 1: Sicherheitszonen definieren

Legen Sie die grundlegenden Sicherheitszonen für Ihren Standort fest:

  • Erstellen Sie Sicherheitszonen nach Schutzbedarf (z.B. "Öffentlich", "Intern", "Vertraulich", "Hochsicherheit")

  • Weisen Sie jeder Zone eine Farbcodierung zu

  • Definieren Sie die Schutzanforderungen je Zone

  • Optional: Erstellen Sie Teilzonen für feinere Abstufungen

Beispiel Sicherheitszonen: - Zone 01 – Öffentlich: Öffentlich zugänglich ohne Einschränkung (grün) - Zone 02 – Kundenbereiche: Zugang nur für Kunden und Begleitung (gelb) - Zone 03 – Interne Bereiche: Nur für Personal (orange) - Zone 04 – Hochsicherheit: Nur für autorisiertes Personal (rot)

Schritt 2: Raumtypen anlegen

Erstellen Sie Raumtypen, die die Funktion und den Schutzbedarf kombinieren:

  • Definieren Sie Raumtypen (z.B. "Empfang", "Büro", "Serverraum", "Labor")

  • Ordnen Sie jedem Raumtyp eine Sicherheitszone zu

  • Optional: Ordnen Sie Teilzonen zu für präzisere Klassifizierung

  • Hinterlegen Sie eine Beschreibung der Schutzanforderungen

Beispiel: - Raumtyp "Serverraum" → Sicherheitszone 04 (Hochsicherheit) - Raumtyp "Besprechungsraum" → Sicherheitszone 03 (Interne Bereiche) - Raumtyp "Empfang" → Sicherheitszone 01 (Öffentlich)

Schritt 3: Räume klassifizieren

Weisen Sie jedem Raum den entsprechenden Raumtyp zu:

  • Öffnen Sie die Raumverwaltung

  • Wählen Sie einen Raum aus

  • Ordnen Sie den passenden Raumtyp zu

  • Der Raum erbt automatisch die Sicherheitszone des Raumtyps

  • Speichern Sie die Zuordnung

Tipp: Nutzen Sie Massenoperationen, um mehrere gleichartige Räume auf einmal zu klassifizieren.

Schritt 4: Außenbereichstyp definieren

Außenbereiche sind Flächen auf dem Gelände des Standorts, die sich außerhalb von Gebäuden befinden:

  • Erstellen Sie Außenbereichstypen (z.B. "Parkplatz", "Grünfläche", "Außenlager", "Gehweg")

  • Ordnen Sie auch diesen Typen Sicherheitszonen zu (z.B. öffentlich zugängliche Parkplätze vs. gesichertes Außenlager)

  • Weisen Sie die Außenbereiche den entsprechenden Typen zu

  • Dies ermöglicht eine lückenlose Sicherheitsplanung über das gesamte Gelände

Beispiel: Der "Besucherparkplatz" erhält Zone 01 (Öffentlich), das "Außenlager für Gefahrstoffe" erhält Zone 04 (Hochsicherheit).

Schritt 5: Kritische Übergänge identifizieren

Prüfen Sie Übergänge zwischen Räumen unterschiedlicher Sicherheitszonen:

  • Nutzen Sie die Raumübersicht mit Farbcodierung

  • Identifizieren Sie angrenzende Räume mit unterschiedlichen Zonen

  • Prüfen Sie, ob Türen zwischen diesen Räumen existieren

  • Markieren Sie kritische Übergänge für weitere Bearbeitung

Beispiel: Ein öffentlich zugänglicher Empfangsbereich (Zone 01 – grün) grenzt direkt an ein Büro mit vertraulichen Daten (Zone 04 – rot). Hier ist eine Sicherheitsmaßnahme erforderlich.

Schritt 6: Schutzmaßnahmen dokumentieren

Für jeden kritischen Übergang definieren Sie Schutzmaßnahmen:

  • Öffnen Sie die Tür zwischen den Bereichen

  • Dokumentieren Sie die erforderliche Schutzmaßnahme (z.B. "Zutrittskontrolle", "Videoüberwachung", "Begleitpflicht")

  • Hinterlegen Sie den Status der Maßnahme (geplant, in Umsetzung, umgesetzt)

  • Verknüpfen Sie ggf. Schließzylinder oder Zugangskontrollsysteme

Schritt 7: Sicherheitskonzept visualisieren

Nutzen Sie die farbliche Darstellung zur Kontrolle und Kommunikation:

  • Generieren Sie eine Grundrissansicht mit Farbcodierung der Sicherheitszonen

  • Jeder Raum wird in der Farbe seiner Sicherheitszone dargestellt

  • Kritische Übergänge werden hervorgehoben

  • Exportieren Sie die Visualisierung als PDF oder Bilddatei

Nutzen der Visualisierung: - Auf einen Blick erkennbar, wo verschiedene Schutzniveaus aufeinandertreffen - Unterstützung bei Sicherheitsaudits - Kommunikation des Sicherheitskonzepts an Stakeholder - Basis für Schulungen und Unterweisungen

Grundriss mit farbkodierten Sicherheitszonen und Legende - Kundenbereiche rot, Mixed-Zone orange, Interne Zonen gelb, Sicherheitszonen grün
Grundriss mit farbkodierten Sicherheitszonen und Legende - Kundenbereiche rot, Mixed-Zone orange, Interne Zonen gelb, Sicherheitszonen grün

Grundriss mit farbkodierten Sicherheitszonen in CAFM-Software. Legende zeigt 4 Zonen-Typen mit Flächenangaben. 23 Räume auf 658,64 m².
Grundriss mit farbkodierten Sicherheitszonen in CAFM-Software. Legende zeigt 4 Zonen-Typen mit Flächenangaben. 23 Räume auf 658,64 m².

Grundriss eines Gebäudes in eTASK CAFM-Software mit farbkodierten Räumen und Legende für Raumtypen und Flächenangaben
Grundriss eines Gebäudes in eTASK CAFM-Software mit farbkodierten Räumen und Legende für Raumtypen und Flächenangaben

Schritt 8: Regelkonformität prüfen

Überprüfen Sie das Konzept auf Vollständigkeit:

  • Sind alle Räume klassifiziert?

  • Sind alle Übergänge zwischen Zonen berücksichtigt?

  • Sind Schutzmaßnahmen für kritische Übergänge definiert?

  • Entspricht das Konzept internen Richtlinien und externen Vorgaben (z.B. Datenschutz, Arbeitsschutz)?

Schritt 9: Dokumentation und Freigabe

Erstellen Sie die finale Dokumentation:

  • Generieren Sie einen Bericht mit allen Sicherheitszonen und Zuordnungen (Räume und Außenbereiche)

  • Fügen Sie die Visualisierung als Anhang bei

  • Dokumentieren Sie Schutzmaßnahmen und deren Umsetzungsstand

Laufende Verwaltung

Nach der Inbetriebnahme:

  • Neue Räume/Außenbereiche: Typ und Sicherheitszone zuordnen

  • Umnutzungen: Typ anpassen, ggf. neue Schutzmaßnahmen prüfen

  • Organisatorische Änderungen: Sicherheitszonen bei Bedarf neu definieren

  • Regelmäßige Audits: Überprüfung der Aktualität und Vollständigkeit

  • Visualisierung aktualisieren: Nach Änderungen neue Grundrisse generieren

Berichte und Auswertungen

Nutzen Sie folgende Auswertungen:

  • Übersicht nach Sicherheitszonen: Welche Räume und Außenbereiche gehören zu welcher Zone?

  • Flächenauswertung: Wie viel Fläche entfällt auf welche Sicherheitszone?

Vorteile des Standortsicherungskonzepts

Systematische Planung der Sicherheit über alle Räume und Außenbereiche
Visuelle Transparenz durch Farbcodierung
Identifikation kritischer Übergänge zwischen Zonen
Dokumentation für Audits und Zertifizierungen
Compliance mit Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben
Kommunikation des Sicherheitskonzepts an alle Beteiligten

Integration mit Schlüsselverwaltung

Das Standortsicherungskonzept ergänzt die Schlüsselverwaltung:

  • Türen zwischen Zonen erfordern entsprechende Schließzylinder

  • Zugangsberechtigungen orientieren sich an Sicherheitszonen

  • Regelbasierter Zutritt (digitale Schließsysteme) kann direkt mit Sicherheitsbereichen verknüpft werden

  • Zugangsauswertungen berücksichtigen Sicherheitszonen

Nächste Schritte

Weitere Informationen zur Schlüsselverwaltung:

📄 Was leistet eTASK Schlüsselverwaltung?

Regelbasierten Zutritt einrichten:

📄 Regelbasierten Zutritt in Betrieb nehmen

Häufig gestellte Fragen:

📄 FAQ - Schlüsselverwaltung

War dieser Artikel hilfreich?